Kein Prozess gegen Antimilitarist/innen

Im Februar 2010 sollte vor dem Amtgericht Zehdenick, nördlich von Berlin, ein Prozess gegen mehrere Antimilitaristinnen stattfinden. Sie haben im April 2008, während der Bernauer Ausbildungs- und Studienbörse im Paulus-Praetorius-Gymnasium gegen die Präsenz der Bundeswehr protestiert. Aufgrund ihres antimilitaristischen Engagements hatte die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben.

Sämtliche Verfahren wurden von den Gerichten in Zehdenick und Bernau bereits vor dem ersten Prozesstag eingestellt. Es kam also zu keiner Verurteilung, kein Ordnungsgeld wurde gezahlt.

Antimilitaristischer Widerstand ist legitim!

Stört die Bundeswehr auf der Ausbildungsplatzbörse in Bernau und überall…

Anti-Bundeswehr-Aktionen in Joachimsthal und Bernau (Barnim)

(Inforiot) – Der Landkreis Barnim ist gegen die Bundeswehr aktiv: Am Donnerstag protestierten Antimilitarist_innen in Joachimsthal gegen das öffentliche Gelöbnis der Bundeswehr. In Bernau organisierten Antimillitarist_innen deswegen am Freitag einen Informationstisch. Der Protest richtet sich gegen die Präsenz der Bundeswehr auf der jährlichen Ausbildungs- und Studienbörse am Bernauer Paulus Praetorius Gymnasium. (mehr…)

Bernau 15. Mai 2009: Bundeswehr (ge)stört

Am 15. Mai wurde zum Protest nach Bernau bei Berlin gerufen. In einem dortigen Gymnasium fand eine Ausbildungs- und Studienbörse statt, auf der zahlreiche Aussteller, darunter Rüstungskonzerne, die Polizei und eben auch die Bundeswehr, Kinder und Jugendliche für sich begeistern wollten.

Die öffentliche Mobilisierung in Zeitungen (unter anderem taz) und im Internet (Indymedia, antimil.blogsport.de) führten dazu, das die Verantwortlichen unruhig wurden und schon frühzeitig die Polizei einschalteten. Am 15. Mai bot sich dann in und um die Bernauer Lohmühlenstraße das folgende Bild: Es gab eine massive Polizeipräsenz, zahlreiche Polizeifahrzeuge um das Schulgelände, zahlreiche zivile und uniformierte Polizei in der Schule. Außerhalb des Schulgeländes gab es einen kleinen Infostand, auf dem Flugblätter, Zeitungen, Broschüren und CDs gegen die Bundeswehr, gegen deren Rekrutierungsversuche und für Musterungsverweigerung auslagen.

Seit Jahren gibt es Proteste gegen die Bundeswehr bei dieser Bernauer Veranstaltung. In diesem Jahr war die Bundeswehr, anders wie ursprünglich vorgesehen, nicht mit ihrem Info-Truck vor Ort. Einer ihrer Info-Trucks wurde schließlich einige Tage zuvor in Heilbronn abgefackelt. Die Bundeswehr hatte Angst und zog sich in einen Klassenraum zurück, wo sie nur einen Tisch hatte, zusammen mit bzw. neben der Bundespolizei. Auf den Tischen in den Fluren und im Lichthof der Schule lagen Informationsblätter, die sich gegen die Präsenz der Bundeswehr aussprachen.

Ähnlich wie bei anderen angekündigten Protesten gegen Bundeswehr-Rekrutierungsveranstaltungen in Arbeitsämtern beschränkte die Bundeswehr ihre Präsenz aufs nötigste und verzichtete auf das Brimborium der Vorjahre. Die Verantwortlichen hatten Bedenken, dass es zu Ausschreitungen am Stand der Bundeswehr kommt und auch, dass die Bundeswehr schlechte Presse erhält.

Wer die Bundeswehr einlädt, muss damit rechnen, seine Veranstaltungen nur mit massiver Polizeipräsenz durchführen zu können. Dass die Bernauer Studien- und Ausbildungsbörse zu einer Polizeimesse wurde – und dies in den nächsten Jahren bleiben wird – ist Antimilitaristinnen und Antimilitaristen zu verdanken, die es nicht einsehen, dass die Bundeswehr in Schulen für die Ausbildung zum Krieg wirbt.

http://www.kehrt-marsch.de
http://www.bundeswehr-wegtreten.org
http://antimil.blogsport.de

Karriere bei der Bundeswehr? Ein todsicherer Job!

Ein Text zu Anti-Bundeswehrprotesten in Bernau

Quelle: Rosen auf den Weg gestreut, 19.03.2009

„Als attraktiver Arbeitgeber bietet die Bundeswehr ein vielfältiges Angebot an Karriere- und Berufschancen in allen Bereichen und Laufbahnen.“ So wirbt die Bundeswehr auf ihrer Internetseite. Aber nicht nur im WorldWideWeb auch im real-life nutzt die Bundeswehr viele Möglichkeiten, z.b. bei Messen, Jobbörsen, Informationsveranstaltung und Exkursionen mit Schulklassen, um Arbeits- und Ausbildungssuchende zu rekrutieren. Erfolg haben sie besonders bei jenen die wie viele auf Grund fehlender Stellen und prekären Arbeitsverhältnis perspektivlos auf dem Arbeitsmarktumher irren und keine Job finden. (mehr…)

2009: Aufruf zum Protest in Bernau am 15. Mai

Am Freitag, dem 15. Mai 2009 findet die diesjährige Bernauer Ausbildungs- und Studienbörse statt. Wieder mit dabei ist auch die Bundeswehr mit ihrem Info-Truck im Schulhof des Paulus-Praetorius-Gymnasiums. Ein guter Grund erneut zu protestieren.

Am 15. Mai, 11 bis 17 Uhr, Paulus-Praetorius-Gymnasium, Lohmühlenstraße 26, 16321 Bernau bei Berlin. Der Eintritt für alle Interessierte ist frei. Vor dem Schulgelände wird es einen legalen, angemeldeten Infostand mit Materialien gegen die Bundeswehr geben.

Kommt zum Infostand, informiert euch. Helft mit bei der Verteilung des Infomaterials unter den Schülerinnen und Schülern und anderen Besucherinnen und Besuchern der Ausbildungsplatzbörse.